Am 23.09.2011 führten die beiden freiwilligen Feuerwehren Zandt und Schönbrunn gemeinsam eine Übung mit Löschen aus einem Weiher und Suchen einer vermissten und verletzten Person durch. Der Alarm ging um 17:15 Uhr Ortszeit los.

 

Kompetent und unaufgeregt konnten die ersten eingetroffenen Wehrler souverän den Unglücksort beim Sägförster abriegeln und somit das enorme, zu dieser Rush-Hour dort übliche Verkehrsgewirr, in Punkto Sicherheit vorbildlich abriegeln.

 

Der schnelle Einsatztrupp aus Zandt war binnen eines Augenaufschlages vor Ort. Mangels serienmässigem Navigationsgerät im hochmodernen Einsatztruck wurde der Fahrer mittels Winkzeichen an den Unglücksort gelotst.

 

Feuerwehrmänner sind harte Typen. Durch die eher laue Bremswirkung des Einsatzgefährts mussten sich einige Wehrler in den Weg stellen, um das Fahrzeug am exakten Ort zum Stillstand zu bringen. Hat aber, wie immer, auf den Punkt geklappt. Schlägt nur immer ein bisserl auf Gemüt.

 

Schnell stehen die Männer wieder auf, klopfen sich zunächst den Staub von den Köppen und sich dann auf die Schultern, um dann flugs die technischen Raffinessen des Mördermobils auszupacken. 

 

Da die sechs Einsatzkräfte nicht ausgereicht hatten um das Rettungsfahrzeug rechtzeitig zu stoppen, wurde der Hydrant mit dem letzten Hoppler des Fahrzeugs noch in MItleidenschaft gezogen, oder eher gestossen. Alfi Klein bemüht sich aber schnellstens und nach Kräften um diesen kleinen Kratzer so schnell wie nur irgend möglich ungeschehen zu machen - und schraubt das Wasser schnell wieder zu. Puuuh, Löfflers haben nichts gemerkt.

 

 Hier nun die örtlich ansässige Feuerwehr, der die ganze Aufregung fast nicht anzusehen ist. Erstmal wird mit dem roten Zollstock der vorschriftsmässige Abstand von Stromaggregat zum Wasserreservoir gemessen.

 

 Nein, passt noch nicht. Vorschriftsgemäss muss der Ansaugschlauch nämlich mindestens bis zur Wasseroberfläche ins Wasser eintauchen. Eher mehr. Detailliertere Informationen ersehen bitte selbstständig unter unserm Registrierreiter "Vorschriften für den hochmotivierten und knochenharten Feuerwehrmann im mittelbajuwarischen Einsatzgebiet".

 

Hier schön im Bilde eingefangen (ein Lob an diesen hochbegabten Fotografen): sämtliche Einsatzinstrumentarien der Feuerwehr Schönbrunn. Links der Einsatzwagen mit beschränkter Drehleiter auf dem Dach, das nichtautobahnzugelassene Massey-Fergusson-Zuggefährt, der braun-gelbe, fast neue Lawineneinsatzbagger, der mobile Stauraumeinsatzanhänger (für dens in Brunn kein Zuggefährt gibt - aber was solls) und dann noch der Übernachtungseinsatzanhänger ganz rechts, wenns mal wieder länger dauert (wobei der Stögi alleine auch im leeren Spritzenwagen mittig locker übernachten kann).

 

Letzte Lagebesprechung und eine nochmalige Erklärung des Kommandanten um was es geht: um Leben und Tod. Der Brand ist unbedingt zu retten und der Verletzte unverletzt zu löschen!

 

Die Leitungen stehen, es kann losgehen. Der Feuersbrunst wird schon Angst und Bange. Die finanzielle Austtatung der beiden Feuerwehren wird ab heute kein Problem mehr sein, denn im Handbuch für den kleinen Feuerwehrlehrling steht geschrieben, dass am Ende des Regenbogens immer ein Topf voller Gold vergraben ist. Hoffentlich haben die Kollegen wenigstens auch eine Schaufel dabei.

 

Es wird aus allen Rohren geschossen. Einzig: die Schaufel findet niemand.

 

Und sie wären dem Glücke, also dem Goldtopf, soo nah!

 

Die drei Kollegen hinten haben den Goldtopf bereits lokalisiert. Nun wird nur noch drum gestritten wer buddeln soll. Da nach wie vor keine Schaufel gefunden wurde (und kein Mensch an den gelb-braunen Lawinenbagger denkt) hat irgendwie wohl auch keine die direkte Lust anzufangen...

 

Das Feuer breitet sich aus. Eine wahre Feuerwalze begräbt das Land praktisch unter sich. Tapfer stehen die Männer ihren Mann und sehen der Gefahr ins Auge!

 

Hier der Einstzwagen der FF Schönbrunn. Der Burgerl muss nur mal die Räder dranschrauben, dann geht aber auch die Post ganz schön ab mit diesem Gefährt. Und die Parkplatzsuche ist auch kein Problem. Ob das Merkmal "Parklatzfreundlichkeit" für einen Einsatz in Schönbrunn nun wirklich wichtig ist sein nun einfach mal dahingestellt und soll hiermit, wie vieles andere auch, nicht näher durchdacht werden.

 

Hier nochmal im direkten Vergleich das Zandter Pappamobil. Man erkennt den Unterschied nur schwerlich - aber ja, dieser Wagen hat Räder dran und die Abmessungen sind umwesentlich anders.

 

Und hier nochmal ein dickes Lob an den Fotographeur Karsten. Einmalig in Szene gesetzt: die romantischen Momente im Dasein eines Feuerwehreinsatzes.

 

Erinnert aber auch ein klein wenig an den Kinofilm mit den beiden schwulen Cowboys....

 

Endlich im Bilde festgehalten: auch eine Feuersbrunst hat Gefühle...

 

Und überhaupt: weil doch diese Naturschützer immer behaupten, dass die Stauseen, die wegen der Energiewende notwendig wären die Natur verschandeln täten - dies wird ja wohl mit dieser traumhaften Aufnahme ad absurdum geführt! Hier im Bilde der Stausee von Brunn. Frühers war er mal am Schloss, aber dann hat der Graf das Wasser outgesourct. A Hund isser scho....

 

Es sieht aus, als hätten die Männer mit Ihrem übermenschlichen Einsatz die erste Zwischenetappe geschafft: der Katastrohenbrand ist unter Kontrolle. Nun kann die Suche nach den Verletzten angegangen werden. Doch auch dies wird den Männern das Letzte abfordern. Durch Rauschschwaden und beissenden Verwesungsgeruch am Unglücksort müssen sich die Retter quälen.

 

Aber bis in die kleinste Faser ihrer stählernen Körper motiviert stürzen sich die kühnen Feuerwehrhelden in die Suche nach den Opfern. Kein selbiges ist ihnen zu gross!

 

Die Lawinenhunde schlagen vor diesem Gebäude an. Die Helfer graben mit blossen Händen in den Trümmern dieses Hauses nach Verletzten. Hier handelte es sich um das 57-stöckige Gebäude des berühmten Schönbrunner Währungsfonds. Heribert Ackermann und Wolfgang Schäufele waren auf einer Tagung bzgl. der Griechenlandrettung anwesend. Heieiei, so schnell kanns gehn, und man muss selbst gerettet werden.

 

Mit Feuereifer wird die Suche nach den Verwundeten weitergeführt.

 

Und siehe da, nach fast 78 Stunden Dauereinsatz endlich die Erfolgsnachricht: alle Verletzten aufgefunden - kein Toter verletzt.

 

Hier, am "Ground Hero" wird der letzgefundene Verletzte förmlich aus dem Katastrophenort herauszelebriert. Die Helden selbst sind bis zur Unkenntlichkeit verkohlt (oder einfach nur schlecht rasiert...).

 

Am Schluss liegen die Nerven blank. Die beiden Einsatzleiter Bauer und Bernstein rangeln sich wer zuerst auf der Titelseite des Playboys erscheinen soll. Die Redaktion hat ihnen mitgeteilt, dass dies nach dem ersten Buchstaben des Nachnamens im Alfabet gemacht werden würde. Der Erstere hätte dann ein Fotoshooting gemeinsam mit Pamela Anderson, der Zweitere mit Helge Schneider....

 

Mediator Gogge kann die beiden wieder trennen, und bietet an, dass er mit beiden sofort ein Fotoshooting machen würde. Das ist dann hiermit auch geschehen und ich denke, der Playboy-Abonennt dankt es dem Gogge!

 

Doch noch einmal zurück zur Technik: hier der direkte Vergleich der Löschkonzepte der Wehren Brunn (links) und Zandt (rechts). Und das innerhalb dieses Panoramas.

 

Ein erfolgreicher Einsatz braucht eine verlässliche Mannschaft: Hier die Brunner freiwillige Feuerwehr!

 

Und gemeinsam ist man stärker: hier die Zandter freiwillige Feuerwehr!

 

 Hier im Bild: das Grossaufgebot (also für unsere Verhältnisse halt...)

 

Und da sind die beiden Feuerwehren nochmal enger zusammengerückt. Was haben diese beiden Husaren von Kommandanten da nur vor? Aber klar ersichtlich: die Brunner haben sich mehr bewegt (gar nicht mal so typisch für den gemeinen Brunner...)

Ein schönes Bild!!