Samstag in der Früh, 08:00 Uhr, statistisch gesehen sind 16,6% aller Schönbrunner Eingeborenen unterwegs um den Ausflugsbus zu erwischen. Wetterbericht sagt 34°C und pralligen Sonnenschein voraus und hatte dabei aber sauber untertrieben. Wir wollen natürlich nicht protzen, jedoch konnte um 08:01 Uhr abgefahren werden. Vielleicht ging die Uhr im Bus aber auch ein bisserl nach...

Der geplante Biergartenbesuch am Ende der Veranstaltung wurde aufgrund der Viertelfinalbegegnung Deutschland - Argentinien kurzerhand abgesagt und durch ein internal-Public Viewing mit Kaffee, Kuchen und Grillwürschtel ersetzt.

Verbesserungsansatz für nächstes Jahr: am Kaffeekonsum muss jeder einzelne noch ein bisserl arbeiten. Eine Gluthitze draussen ist überhaupt kein Grund kaum Kaffee geniessen zu wollen! Näches Jahr gibt's dann eben keinen klimatisierten Bus nicht!

Im nächsten Bild zu sehen: die erste Raucherpause nach dem ersten gewaltigen Wegstück. Hier haben wir gleich Würschtl für eine Pause eingeladen und die Türen aufgelassen, weil es in diesem Bus immer dermassen runtergekühlt war, dass man das fast nicht aushalten konnte.

 

Huiii, und da sind wir schon in Abensberg und schauen betreten die Empfangsräumlichkeiten vom Kuchlbauer an.

 

Ein Viertelstündchen später sind wir dann auch schon im Allerheiligsten der Brauerei: im Sudhaus. Die Ausführungen vom Braumeister (zu erkennen im roten, karierten Hemd) waren interessant und spritzig. Interessant sind die unterschiedlichen Auffassungsgaben der unterschiedlichen Menschen: die Einen passten höllisch auf um kein Fitzelchen zu verpassen (bspw. der nette junge Mann im grünen T-Shirt), manche konnten intellektuell nicht ganz so präzise folgen und taten dies durch eine ausgeprägte Mimik kund (der zierliche Herr in Orange links, wie immer im Vordergrund). Darum werden manche Menschen Vorstände, und manche eben nicht.

 

Hier befinden wir uns im Gärkeller. Mancher war vom markanten Geruch irgendwie nicht soooo angetan (siehe das kleine Menschlein unten mittig), mancher war vom Geruch sofort begeistert, vielleicht weils zuhause unter der Bettdecke oftmals genauso riecht (siehe den begeisternden Blick des unrasierten jungen Mannes rechts im hellen Hemd).

 

Unser Braumeister lässt sich von unserer Unkenntnis nicht beeindrucken und erzählt weiter und weiter.

 

Hier befinden wir uns dann im ehemaligen Eiskeller, in welchem der Scheff der Brauerei eine Kopie von da Vinci's "das letzte Abendmahl" an die Wnd anbringen liess und uns philosophisch in völlig neue Welten eintauchen liess (wieso ist denn hier der Tom wieder gar nicht im Bild?).

 

 

Und weiter gings Schlag auf Schlag. Hier ein Raum rund um den Hundertwasserturm. An den Wänden originale Ideen und Skizzen des Meisters, mittig das Modell des Turms und dazu die erhellenden Worte unseres Führers - wir waren total beeindruck. Gut, wir waren schon immer sehr leicht zu beeindrucken.... Aber schön wars trotzdem.

 

Auch für die Kinder gab es was zu sehen. Sprechende Kuchlbauerzwerge, die die Vorzüge des Bieres im Allgemeinen priesen und lobbehudelten. Die erwachsenen Männer hingen förmlich an den Lippen der Zwerge. Wir wurden schön langsam direkt ein bisserl durschtich.

 

Anschliessend in der grössten Weissbiergläsersammlung der Welt (4200 verschiedene) freute sich der Erwin riesig als er endlich mal wieder einen INGOBRÄU-Weizenstutzen bestaunen konnte. Kurz darauf trauerte er melancholisch der Vergangenheit nach. Es hatte aber auch keiner von uns gedacht, dass die aaaaaalle leer sein würden...

 

Und hier der fliegende Wechsel von der Brauerei zum Turm

 

Da mussten wir nur noch über das Brücklein traben und dann gibts was zu trinken.

 

Im Schatten des Turms, hat es geheissen, gibts Schatten (klingt einleuchtend) und einen schattigen (klingt wiederum logisch) Biergarten. Es kann sich also nur noch um Sekündchen handeln bis wir unseren Flüssigkeitshaushalt endlich wieder ausgleichen können - medizinisch gesehen.

 

 

Im Eingangsbereich des Turms gibt es noch ein lustiges Klo (Klein-Lena war sichtlich amüsiert). Na klar - direkt an einem Biergarten muss es ja schliesslich ein Klo geben. Aber komischerweise mussten wir dann erstmal ein paar Stufen hochgehen. Wieso das denn?

 

Und hier bemerkt der Norbert zum ersten Mal, dass er gefoppt wurde... Der Biergarten befindet sich mittlerweile ein paar Meter unter ihm und er kommt nicht einfach und direkt hin. Wir müssen den gaaaaanzen Turm hoch und wieder runterlaufen. Schrecklich. Daraufhin rasten Norbert aus, und verbiegt das massive Stahl-Hoftor mit blanker Muskelkraft. Welche immensen Kräfte können alleine durch Wut und Trauer freigesetzt werden.

 

Hier Grit und Mischelle vor der Mauer über die sie rübermachen wollten um ins ersehnte Land zu kommen, wo Milch Honig oder Ähnliches fliessen. Nostalgische Erinnerungen werden wach. Gut, die Mauer ist ein Zaun, das gelobte Land der Biergarten, aber irgendwie passts....

 

Uuiuii, ein in-flagranti-Bild vom Robert, wie er immer wieder anderen attraktiven Menschinnen nachschaut. Ein alter Schwerenöter isser schon. Es heisst ja auch immer: tiefe Wasser sind still!

 

Und hier wieder der katastrophale Ausblick vom Turm zum heiss ersehnten Ziel. Bildlich festgehalten der Schatten, der unser Glück trübte! Der Schatten des zu besteigenden Turms über dem bierbestückten Biergarten - ausnahmweizen mal ein sinnliches Bild.

 

Norbert überlegt wie er am schnellsten an die Quelle gelangt: wieder runterlaufen oder direkt hüpfen?

 

Und noch ein romantisches Bild. Robert träumt vom anliegenden Friedhof direkt vor seinen Augen. Ja, ein traumhafter Ort. Wer möchte hier nicht begraben sein. Birgit schein die Begeisterung nicht vollends zu teilen?

 

Das kenne ich: taufrische Schönheiten räkeln sich vor Gucklöchern. Aber normalerweise mache ich die Bilder doch dann von aussen. Nanu, wo bin ich hier denn hingeraten?

 

Immerhin braucht man sich um die Zunft keine Sorgen zu machen. Hier die komplette Nachwuchsriege in einer Ausbildungsveranstaltung. Natürlich nur Mädels zugelassen. Rolfine sollte sich nur mal über einen Frisörwechsel Gedanken machen.

 

Eieieiii, beim Abstieg ist aus den Fenstern schon wieder das Objekt der Begierde erkennbar, das oberste Ziel der ersten Teiletappe des Ausflugs: der Biergarten! Na, eigentlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt ja dann doch eher das unterste Ziel. Oben sind wir ja schon.

 

Hier zu erkennen: ein paar vor dem unweigerlichen Trinkgelage, das Weibchen ist noch Herr ihrer Sinne und sexuell geht noch nichts so richtig voran.

 

Und um nächsten Bild die Situation nach dem Trinkgelage, das Manuel dann beschämend ausnutzt. Ab diesem Trunkenheizgrad scheint sich beim Weibchen eine gewisse Egalität breitzumachen. Diesen Zustand strebt Norbert ebenso an. Kompliment Herr Kommandant.

 

Um zu verdeutlichen, welchem Stress und Druck wir ausgesetzt waren, hier eine Dokumentation des Gemütszustandes von Andreas. Man muss sich langsam ernsthaft die Frage stellen, ob wir alle unbeschadet nach Hause kommen werden. Solch eine Tortur....

 

Und dann die nächste Disziplin, bei der es sich zu beweisen gilt: Hockenbleiben-aus-arbeitssicherheitstechnischen-Gründen, damit die anderen nicht runterfallen. Zum Glück eine Aufgabe, die ein Schönbrunner aus dem FF (...) beherrscht.

 

Hier konnten wir den ersten Teil des Ausflugs äusserst erfolgreich ad acta legen. Wir haben alles gegeben (ausser eine Halbe, die war umsonst) und konnten mit der supergemütlichen Biergartenpause wieder neue Kräfte sammeln.

Der Bus war vorgeheizt, es konnte uns also gesundheitlich kaum etwas passieren. Los gings dann nach Ingolstadt - zur Berufsfeuerwehr.

Gut, erstmal machten wir dann in Ingolstadt eine Pause mit würzigen, ganz frischen Würschten und herrlich erfrischenden Getränken direkt am Gelände der Ingolstädter Feuerwehr. Wer war nur der Ein-Euro-Jobber, der bei der Berufsfeuerwehr das Geschirr austeilt. Dem ermüdetem Gesichtsausdruck nach handelt es sich um einen enorm stressigen Job.

 

Andi Wunder, unser 2. Kommandant, weihte uns nach der wohltuenden Pause in die Strukturen und Arbeitsabläufe ein. Alles ganz easy und einfach nachzuvollziehen als Schönbrunner Wehrler. Das ist irgendwie schon das alles allerselbe wie bein uns zuhaus, nur halt unwesentlich grösser. Na Gut, alle Wörter haben wir nicht sofort kapiert, aber was solls. So gings uns auch schon in der Schule, und dennoch ist nichts aus uns geworden.

 

Ein Glück, dass der Andi hier arbeitet. Er sagt ja immer: hauptberuflich bin ich mit Herz und Magen 2. Kommandant der FF Schönbrunn, und nebenher muss ich halt auch ein paar Flocken verdienen. Da kommt mir der Nebenjob in Ingolstadt recht gelegen.

 

Und es ist nicht nur eine Legende: Die Männer von der Feuerwehr müssen das wirklich können (man beachte die absichtliche Pause beim Rutschen, damit wir Bilder machen konnten). Maximal respektabel!

 

Hochinteressante Situation in der integrierten Leitstelle: wer beobachtet wen, und wer ist auf wen neidisch? Der vor dem Fenster auf den hinterm Fenster? Oder umgekehrt? Wer ist eigentlich vor oder hinterm Fenster? Die alte Aquaruimsfrage. Huiiii, da wirds wieder viel Oso Fisch...

 

Die Bilder gleichen sich derart, dass ich jetzt nicht mehr mit absoluter Sicherheit weiss, ob das der Aufenthaltsraum der Ingolstädter oder der Brunner Wehr ist.

 

Hier erklärt uns Andi ein typisches Samstagsmahl für den Profi-Feuerwehrmann: eine Wassermelone - wenns brennt ist man sofort einsatzbereit!

 

Kommando zurück - da ich den Stögi zufällig kenne, muss das eigentlich die Küche der Schönbrunner Feuerwehr sein. Wahrscheinlich hat er die Garage für das Schönbrunner Einsatzfahrzeug nur mal schnell auf seine Bedürfnisse umgebaut.

 

Und dann ging es aber ans Grande Finale! Der Drehleiterwagen mit seiner 30 Meter langen Leiter wurde aufgestellt. Und der Schönbrunner Feuerwehrnachwuchs durfte direkt mitmachen. Na, das war was!

 

Hier ein Showdown der Feuerwehrler: ein untrainierter Brandbekämpfer braucht diese Montur um den Qualm in einem Brand aushalten zu können (Person Mitte). Der gemeine Schönbrunner hingegen trainiert seinen Körper mangels Ausstattung auf Resistenz gegen dem Qualm (Karin und Nokko). Im Resultat sicher ziemlich ähnlich. Zweifelhaft erwähnt werden muss allerdings, dass die Lebenserwartungen noch nicht statistisch ausgewertet werden konnten. 

 

Der arme Kollege, bei gefühlten 35°C im Schatten wirft er sich für uns seine Montur (30 - 40 kg) über und stellt sich für eine Halbe Stunde in die Sonne. Oberrespekt! Wir sind in kurzer Kleidung quasi bereits zerflossen.

 

Mittlerweile haben die netten Kollegen vom Andi den Drehleiterwagen für eine Probefahrt hergerichtet. Und Andi, die gute Seele, hat den Kindern angeboten einmal bis ganz hochzufahren, wenn sie ihn mitnehmen...

 

Das war eine Riiiiiesensause für die Kleinen, der gute Andi musste ein- ums andere Mal ran.

 

 

 

Nun gut, mit der Zeit haben sich Beinahe-Erwachsene auch noch als Kinder ausgegeben. Wie hier die kleine Kerstin zum Beispiel. Und weil der Andi nicht ganz genau aufgepasst hat, durfte sie auch mitfahren.

 

 Aber Haaaaallo: es hat sich wohl ein bisserl rumgesprochen, dass der Andi die Ausweise der Kinder nicht soo kontrolliert. So öffnet er leider Missbrauch Tor und Tür. Ich frag mich nur wie der graziöse Mensch im orange T-Shirt sich durchmogelt.

 

Und so hat das dann ausgeschaut - Saxndi!

 So, zartere Bewerber als unseren Tom haben wir nicht - eigentlich wollten wir nur kontrollieren, ob so ein Drehleiterchen auch einen richtig rustikalen Menschen vom Lande abkann. Klare Antwort: die Drehleiter kann. Ab jetzt hat keiner von uns mehr Angst mal mit so einem Dingens fahren zu müssen. Wenns den Tom aushält...... 

Also packen wir unseren Müll wieder ein, bedanken uns artig bei Andis Kollegen und müssen nun aber weg: um 16:00 Uhr iss Viertelfinale und wir hauen die Argentinier mit 4:0 vom Platz. Und das müssen wir im Dorfhaus sehen.

 

 Hier dann nochmal der Manuel beim Sammeln von Geld. Hat er noch Schulden aufgrund seiner Eskapaden mit Verena? Egal: wir helfen wo wir können.

 

 

 So, und jetzt endlich ernsthaft: es war ein super organisierter Ausflug. Beide Ziele waren total beeindruckend - jedes auf seine Art. Danke an die Organisatoren!!!!

Und einen Riesendank an Andi Wunder. Die Führung war superausführlich, spannend und hochinteressant. Ich denke wir haben jetzt nochmal mehr Respekt vor Euch professionellen Feuerwehrlern!

Und der Busfahrer hat uns glaubhaft versichert, dass die Klimaanlage auf höchster Stufe lief. Danke auch an ihn.